Der RABATZ-Blog – verfolgt unsere Projekte

 

Donald Trump wird Präsident

Wir, die Jugendredaktion RABATZ mit Amro, Lena, Philipp und Jeanine haben uns mit dem Thema Donald Trump auseinandergesetzt, der am 20. Januar vereidigt wird. Wir haben uns bemüht, auch die amerikanische Perspektive zu diesem überraschenden Wahlsieg zu beleuchten. Dazu führten wir ein Interview mit dem US-Amerikaner John Lakey, das hier in der sinngemäßen Übersetzung nachzulesen ist:

Link zu soundcloud: Das Interview im Original

Amro: Hallo John
John: Hallo
Amro: Ich freue mich sehr, dich hier als unseren Ehrengast begrüßen zu dürfen. Möchtest du dich unseren Zuhörern vorstellen?
John: Ja, ich heiße John Lakey und komme ursprünglich aus den USA.
Amro: Ok, und wie lang lebst du bereits in Deutschland?
John: Ähm.. Seit August 2015. Also ca. ein Jahr und ein halbes.
Amro: Also hast du die ganze Donald-Trump-Bewegung in den USA verpasst?
John: Ja, genau
Amro: Aber ich habe gehört, dass du per E-Mail wählen kannst? Stimmt das?
John: Ja, man kann „in Abwesenheit“ wählen.
Amro. Und hast du das getan?
John: Nein, das habe ich nicht
Amro: Warum, wenn ich fragen darf?
John: Ähm… Ich habe es mir angeschaut, aber es hat sich herausgestellt dass ich nicht wählen kann, weil ich keinen festen Wohnsitz mehr in den USA habe.
Amro: Aber du wolltest wählen, richtig?
John: Ja
Amro: Und wen hättest du gewählt?
John: Nicht Donald Trump.
Amro: Also hättest du Hillary Clinton gewählt?
John: Ich hatte gehofft, dass Bernie Sanders von den Demokraten nominiert wird, aber er wurde nicht, also hätte ich sicherlich Hillary Clinton gewählt.
Amro: Würde es dir etwas ausmachen, uns zu erzählen, warum du Hillary Clinton und nicht Donald Trump gewählt hättest?
John: Also, Hillary Clinton hat mindestens 30 Jahre politische Erfahrung. Sie hat als Ministerin gearbeitet und jede Menge außenpolitische Erfahrung, Sie war besser für dieses Amt qualifiziert. Soweit ich weiß hat Donald Trump keine politische Erfahrung.
Amro: Und wie sehr wird das wohl eine Rolle spielen, nun da er der neue Präsident der USA werden wird?
John: Das wird wahrscheinlich sehr interessant.
Amro: Ja, das wird es wahrscheinlich. Denkst du, er wird sein Versprechen halten, eine Mauer zu Mexico zu errichten?
John: Er wird es sicherlich versuchen, aber ich denke das wird schwieriger, als er es sich vorstellt. In den USA kann man nicht einfach sagen:,, Wir bauen eine Mauer!“ – her braucht die Unterstützung des Senates und des weißen Hauses, um in der Lage zu sein, so etwas tun zu können. Das wäre ein extrem teures Projekt, Natürlich sagt er, dass er Mexico dazu bringen würde, zu zahlen
Amro: Das würde nicht funktionieren, nicht wahr?
John: Ich kann mir nicht vorstellen, wie.
Amro: Der Mexikanische Präsident hat bereits angekündigt, dass er nicht für die Mauer bezahlen würde.
John: Das habe ich zumindest gelesen.
Amro: Aber wenn das Geld nicht aus Mexico kommt, muss es von der US-Regierung kommen, wenn er sen Versprechen halten will, richtig?
John: Es müsste von den amerikanischen Steuerzahlern kommen.
Amro: Würde er den Kongress überzeugen können, für dieses Projekt Geld zur Verfügung zu stellen?
John: Ob er den Kongress überzeugen könnte kann ich nicht sagen. Wenn er genug Unterstützer hat, möglicherweise. Ich denke, wahrscheinlich nicht.
Amro: Wahrscheinlich nicht. Also, lass uns nun über seine Anti-Einwanderung-politik sprechen. Was sagst du dazu, dass er Muslime aus den USA vertreiben will?
John: Ich denke, es ist ein großer Fehler. In der Stadt, wo ich herkomme (St. Louis, Missouri) kamen in den 90ern viele Immigranten aus dem Jugoslawienkrieg. Eine Menge Immigranten von da kamen in die Stadt, und ließen sich in Teilen der Stadt nieder, die heruntergekommen waren. Und sie haben eine Menge leerstehender Häuser genommen, sie renoviert, und Unternehmen aufgebaut. Am Ende haben sie die Wirtschaft der Stadt deutlich besser gemacht. Ich denke, das ist einer der Vorteile von Immigration. Oft sind das sehr hart arbeitende Leute, die ihre Sache gut machen wollen, die Erfolg haben wollen, zeigen wollen, dass sie gute Bürger für unser Land sein können.
Amro: Genau, wie die Mexikaner. Trump sagt, dass sie alle Drogendealer und Vergewaltiger sind, aber ich glaube, du hast sicherlich ein paar Mexikaner in den USA getroffen?
John: Ja, und das war überhaupt nicht der Fall. Ich sehe sie als sehr hart arbeitende Menschen.
Amro: Ein anderes Thema sind Trumps Haushaltspläne. Viele Finanzexperten sagen, dass sie unmöglich funktionieren. Die Wirtschaft in den USA würde seine Pläne nicht akzeptieren. Stimmt das?
John: Ähm… Das weiß ich nicht. Ich bin kein Finanzexperte, und, um ganz ehrlich zu sein, verstehe ich auch nicht besonders viel von Finanzpolitik. Natürlich kommt er aus der Wirtschaft, obwohl ich nicht wirklich überzeugt bin, dass er ein guter Geschäftsmann ist. Ich weiß, dass er eine Menge gescheiterte Unternehmen hat und ein paar mal insolvent war
Amro: Fünf mal
John: Ja, ein paar mal. Also, von dieser Perspektive aus gesehen wird er sich wohl beweisen müssen. Ich meine, er muss sich überall beweisen – besonders in Außenpolitik.
Amro Und wie denkst du über seine politischen Ansichten zu Waffen? Ich meine, den US-Bürgern ist es bereits erlaubt, Waffen zu tragen, wenn sie eine Lizenz haben. Aber seine Ansichten sind sehr radikal. Jeder soll eine Waffe tragen können. Was sagst du dazu? Ist es bereits jetzt gefährlich?
John: Naja, das ganze Waffen-Problem ist sehr schwierig. Es teilt die Bevölkerung der USA. Menschen, die für mehr Waffenrechte sind, haben sehr starke Gefühle dafür, basierend auf der 2. Zusatzerklärung zur US-Verfassung, die festlegt, dass eine Person das Recht hat, eine Waffe zu tragen. Aber meiner Meinung nach gibt es viel zu viele Waffen. Es ist zu einfach, an eine Waffe zu kommen. In meinen Augen sollten die Gesetze viel strenger sein, wenn es darum geht, Leute zu prüfen, bevor sie eine Waffe besitzen können.
Amro. Deswegen lebst du in Deutschland, nicht wahr?
John: *lacht* Das stimmt. Deutschland ist sehr sicher.
Amro: Finde ich auch. Und wenn wir von Deutschland, oder von ganz Europa sprechen: Was denkst du – Wie wird diese Präsidentschaft die Beziehungen zu Europa beeinflussen? Wird sie überhaupt einen Einfluss darauf haben?
John: Nun, es wird interessant sein, zu beobachten, was passiert. Im Moment sind die Chinesen nicht besonders glücklich mit ihm, wegen der Ein-China-Politik, und er scheint sehr glücklich über den Brexit zu sein. Und, nachdem was ich letztens gelesen habe, hat er kein großes Vertrauen in die EU.
Amro: Ok John. Also, zuletzt möchte ich dich, als einen Amerikaner, fragen, was wir in Zukunft von Donald Trump erwarten können? Was wird er tun?
John: Das ist noch eine interessante Frage. Ehrlich gesagt, ich weiß es auch nicht. Er hat im Wahlkampf eine Menge Dinge gesagt und einiges davon fängt bereits an, sich zu verändern. Es ist wirklich eine komische Zeit. Wir kommen von einem Punkt, das ist zumindest meine Meinung ..ähm.. nicht jeder Amerikaner würde mir da zustimmen…*bricht ab*
Er hat die Wahl aufgrund der Stimmen des Wahlmännerkollegiums (electoral college) gewonnen. Aber den popular vote (direkt abgegebene Stimmen der Bevölkerung) verlor er mit ungefähr 3 Millionen Stimmen weniger und das ist ein wirklich großer Unterschied. Das Wahlmännersystem ist also…ist eine Art veraltetes System, denke ich
Amro: In Amerika gibt es also gerade viele Konflikte?
John: Ja, Ja. Amerika ist ziemlich geteilt, ziemlich zerstritten…ähm…Wir kommen aus einem fortschrittlichem Zeitalter, die letzten 8 Jahre mit Präsident Obama. Meiner demütigen Meinung nach der beste Präsident meiner Lebenszeit. Das ist, was ich empfinde. Ich würde ihn in einem Atemzug nennen mit John F. Kennedy, vielleicht sogar mit Abraham Lincoln. Natürlich musste Abraham Lincoln mit dem amerikanischen Bürgerkrieg im 19. Jahrhundert klarkommen, was wahrscheinlich die schwierigste Zeit in der US-Geschichte war. Aber Präsident Obama hatte in seiner 2. Amtszeit einen Kongress und ein Senat, in dem die Republikaner die Mehrheit hatten. Also war es für ihn sehr schwer, Dinge durchzusetzen. Trotzdem hat er eine Krankenversicherung für Millionen Amerikaner geschaffen, die davor keine hatten. Und nun sieht es so aus, als würden die Republikaner versuchen, das rückgängig zu machen..und…angeblich haben sie etwas, um Obama Care zu ersetzen, aber es sind noch keine Details bekannt. Also können wir nur abwarten, was passiert. Wenn sie es abschaffen und ersetzen, hoffe ich sehr, dass sie etwas Besseres haben. Aber es war eine Verbesserung, die er (Obama) bewirkte, genauso wie viele andere Verbesserungen. Als er an die Macht gekommen ist gab es eine große Arbeitslosigkeit, das Land befand sich in der Wirtschaftskriese. Und mit Obama haben sich die Dinge in den letzten 8 Jahren hervorragend entwickelt. Also hoffe ich einfach, dass all die Dinge, die jetzt besser sind, so bleiben werden.
Amro: Also war Obama ein guter Präsident, wenn nicht ein großartiger?
John: Ich denke er war ein großartiger.
Amro: Wir schätzen deine Meinung sehr, John. Du hast uns einen neuen Blickwinkel, wenn man so will einen amerikanischen Blickwinkel, gegeben und ich möchte mich bedanken.
John: Es war mir eine Freude

Projektwoche der 6g1

Die Klasse 6g1 der KGS Jena war diese Woche bei uns zu Besuch und haben ihre Projektwoche abgehalten. Sie hatten die Aufgabe ihr Lieblingsbuch vorzustellen und eine Stelle aus dem Buch vorzulesen. Sie waren sehr eifrig dabei und haben die Aufgabe kreativ bearbeitet. Wir haben sehr schöne Ergebnisse von den einzelnen Gruppen erhalten! Die fertige Sendung läuft am 14. Januar um 13:00 Uhr.

Lange Kinderradionacht mit den Sternguckern

Am 02. Dezember hat wieder einmal die „Nachtwanderung“ zur Kinderradionacht stattgefunden. Dieses Jahr wurde unser Programm von der Radio-AG der Heinrich-Heine Schule geleitet. Die quirlige Gruppe der 8 bis 9-jährigen Jungs und Mädels hat eine halbe Stunde live aus dem Studio gesendet. Es wurden ein Hörspiel sowie musikalische Beiträge auf  Geige und Flöte live gespielt. Außerdem haben die Kinder erklärt, wie man Weihnachten in anderen Ländern feiert. Es war ein sehr lustiger und schöner Abend mit ganz viel Keksen, Lebkuchen, Kinderpunsch und Spaß.

Sprechen üben mal anders

Hier besuchte uns eine Gruppe der Sprachklasse der Montessori Schule Jena, die mit Unterstützung des Polaris ein kleines Radioprojekt gemacht haben. Ziel war es, das Sprechen zu üben und anderen Schülern in ihrem Alter Mut zu machen, um die Hürde bzw. den Scham zu überwinden, Deutsch zu sprechen. Wir hatten sehr viel Spaß beim Aufnehmen!

Let’s Play Ferienworkshop

Diesmal haben wir versucht mit einer Gruppe aus 10 bis 15-jährigen Jungs eigene Let’s Play Videos zu produzieren. Im Internet sieht das nämlich immer ganz einfach aus, aber die Jungs haben schnell herausgefunden, dass da doch mehr Arbeit dahinter steckt, als man denkt! Dennoch hat es uns allen großen Spaß gemacht und wir konnten viel voneinander lernen. Die Ergebnisse könnt ihr hier bestaunen:

https://www.youtube.com/watch?v=4fuVKbMbWi8

Ferienradio No1

Guten Tag beim Sommerferienradio! Wir machen gerade eine Fotogeschichte und wir haben sehr viel Spaß dabei. Wir bauen menschenfressende Kakerlaken und überlegen welche Geräusche die machen: mpf, mpf, schmatz oder so. Hier sieht man, wie Julia den Geisterjäger bei seiner Arbeit fotografiert.

Gymnasium Mellingen feiert Schulfest

Im Chemiekabinett sammelte die Projektgruppe „Radio“ in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien fleißig Interviews, die sie mit verschiedenen Lehrern führten. Außerdem war auch die Schulband in den OKJ-Studios zu Gast. Zu hören ist die Sendung zum 25jährigen Bestehen des Lyonel-Feininger Gymnasiums am 13. August um 13 Uhr.

AG Schülerreporter endet in der letzten Schulwoche

Ein ganzes Schuljahr lang beschäftigten sich die Schülerreporter der Talschule mit der Ausarbeitung und Gestaltung ihrer Schülerzeitung zu den Themen: Vorbilder, Flüchtlinge und 100 Jahre Talschule. Außerdem kreierten sie eine kleine Radiosendung, die in den Sommerferien auf dem OKJ ausgestrahlt wird. „Wir kommentieren die Kommentare zum Fußball der aktuellen Saison, die wir im Internet finden.“

Praktikanten Georg & Mikolas waren da!

Die beiden assistierten uns eine Woche lang vom 11.-17.6.2016 beim OKJ. Sie erlernten die Studiotechnik und schnitten eine RABATZ-Radiosendung. Sie begleiteten Redakteurin Katja zu einem Interview-Termin und dem Live-vor-Ort-Einsatz unserer OK-Biene zum Stifterlauf. Außerdem versuchten sie sich mit dem Einlesen einer Konzert-Rezension und dem Erstellen einer eigenen Sendung: Rap Shitz, die am Freitag auch gleich im OKJ ausgestrahlt wurde.

Kindersprachbrücke nimmt auf

Kinder aus der Lobdeburgschule arbeiteten gemeinsam mit der Kindersprachbrücke lustige, spannende und fantastische Geschichten aus, die sie nun am Dienstag 14.6.2016 in den OKJ-Studios fleißig ins Mikrofon einsprachen. „Die Gruselkatze“ z.B. entstand neben weiteren heiteren, spannenden Texten im Rahmen des Projektes „Lesen macht stark“.

Doch die Kindersprachbrücke agitiert auch Radio-AGs in der Saaletal- und der Kaleidoskop-Schule. Am Donnerstag 16.6.2016 kamen einige der AG-Kinder im Alter zwischen 8 und 10 Jahren nun auch in die „richtigen“ Radio-Studios, um unsere „Luft zu schnuppern“. Uns und auch den Kindern hat es sehr viel Spaß gemacht: Wir wollen gemeinsam gern eine Kinderredaktion gründen und mehr, mehr senden.