Die Geschichte des Senders

Im Juni 1998 wurde der Trägerverein Offener Hörfunkkanal Jena e.V. gegründet. Dessen Mitglieder haben die technischen, institutionellen, personellen und konzeptionellen Grundlagen für die Inbetriebnahme eines Radiosenders in Jena geschaffen.

radio okj on air

Schon nach wenigen Monaten erteilte die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) dem Trägerverein die Sendelizenz für vier Jahre. Und der erste vereinsgetragene Offene Kanal in Thüringen ging am 13. März 1999 auf Sendung. Bürgerinnen und Bürger aus Jena gestalteten ihre eigenen Sendungen und machten Programm – ein Konzept, das einschlug. In den kommenden Jahren sollte sich die Nutzerschaft vervielfachen, die wöchentliche Sendezeit rasant von acht auf 80 Stunden ansteigen.

RADIO OKJ wurde in der Saalestadt zu einer Marke, die Hörer wie Radiomacher nicht mehr wegdenken konnten. Und so blieben die vierjährlichen Lizenzverlängerungen der TLM reine Formsache. Der Offene Kanal hatte sich etabliert.

Vom Offenen Kanal zum Bürgerradio

Umso schwerer wog eine Änderung des Thüringer Landesmediengesetzes im September 2014. Danach gab der Freistaat das Konzept der Offenen Kanäle zugunsten einer neuen Medienform auf. Das Bürgerradio ward erdacht und geboren – eine Mischung aus Offenem Kanal und nichtkommerziell lizenziertem Sender.

Der Transformationsprozess erwies sich als Herausforderung für Mitarbeiter, Vereinsmitglieder und Radiomacher gleichermaßen. In zahlreichen Diskussionsforen  wurde schließlich ein Konzept erarbeitet, mit dessen Hilfe die bewährten OK-Strukturen behutsam in das neue, vom Redaktionsalltag geprägte Bürgerradio überführt werden konnten.

Für die Zukunft stehen der Verein und der Sender auch weiterhin dafür, engagiertes wie unterhaltsames Radio für Jena und die Region möglich zu machen. Doch ohne ehrenamtliches Engagement in Trägerverein und Sender wird dies auch zukünftig nicht gehen.